Jess Jochimsen – weder zu laut noch zu frech im Mauerwerk

Er ist der Ruhige, der Relaxte, er ist politisch hoch interessant und sagt seine Meinung direkt und ohne Gnade. Er kritisiert und packt Themen an, an die sich viele nicht rantrauen. Er spürt den Lärm auf und beschwert sich und er macht Lärm, wenn es um Dinge geht, die ihn persönlich stören.

Er betont dabei die Selbstverständlichkeit unserer Aussagen, wie „Ich bin kein Rassist, aber …“ was ja immer bedeutet, dass ich halt doch einer bin. Denn warum müsste ich es sonst betonen. Er erzählt ein schönes Beispiel: Wenn Sie einem Mann mit einem Messer in der Hand im Wald begegnen der sagt „ich bin kein Mörder, aber ….“ was würden Sie da denken?

Oder er kreidet die täglichen Floskeln an, wie: „Das wird man ja noch sagen dürfen“ und „Die Belastungsgrenze ist erreicht“. Was für ein Schrott in unserer heutigen Kommunikation. Ebenso klingt es doch pervers, wenn unsere Kriegsministerin von der „familienfreundlichen Armee“ redet. „Wird da nur halbtags geschossen?“

Jess Jochimsen ist ein Meister seines Fachs und hat das Mauerwerk Publikum restlos begeistert.