Wolfgang Schorlau mit neuem Roman im Mauerwerk

Unglaublich, was Georg Dengler in „Die schützende Hand“ wieder so alles ans Tageslicht bringt. Wer schützt da wen und warum und wem kann man überhaupt noch glauben schenken? Politiker, Kommissionen, Fander, Kriminalpolizei, Staatsschutz, … alles ein tiefer Sumpf und undurchschaubar.

Eine typische Aufgabe für den schwäbischen Ermittler Dengler. Ein Mann ohne Furcht und ein Cleverle mit enormer Erfahrung und Menschenkenntnis. Der Roman scheint zu belegen, dass Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt nicht Selbstmord begangen haben, sondern brutal hingerichtet wurden. In wie fern würde sich unsere Staatsmacht dann noch von den brutalen Killern der NSU-Welt unterscheiden, wenn sie selbst bei der „Erledigung ihrer Geschäfte“ so vorgehen würden?

Natürlich bleibt das Ende noch offen, der Prozess gegen Beate Zschäpe zieht sich ja immer weiter in die Länge und der Untersuchungsausschuss scheint immer noch kein Licht ins finstere Dunkel zu bringen. Auf die Frage an Wolfgang Schorlau, ob der Roman wohl einen zweiten Teil bekommen wird meinte Schorlau einleuchtend: „Da muss ich erst einmal mit Dengler reden“. Da dürfen wir gespannt sein.