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Jazz-Festival 2026 von „Jazzin Herrenberg“ im Mauerwerk

Ein facettenreiches und hochkarätig besetztes Festival lockte in diesem Frühjahr zahlreiche Jazzliebhaber ins Mauerwerk: „Jazzin’ Herrenberg“ überzeugte an vier Abenden mit stilistischer Vielfalt, musikalischer Raffinesse und namhaften Künstlerinnen und Künstlern.
Den Auftakt machte die bekannte Sängerin Fola Dada gemeinsam mit David Helbocks Formation Random/Control. Das Trio, erweitert durch Dadas ausdrucksstarke und soulige Stimme, präsentierte ein Programm auf höchstem musikalischem Niveau. Im nahezu ausverkauften Mauerwerk beeindruckten die Musiker insbesondere durch ihre außergewöhnliche Vielseitigkeit – nicht selten wurden von einzelnen Musikern mehrere Instrumente gleichzeitig gespielt, was dem Konzert eine besondere Dynamik verlieh.
Am zweiten Festivalabend stand das Judit Gladbach Quartett auf der Bühne, unterstützt von Peter Heil. Mit fein abgestimmten, klassischen Kompositionen und einem sensiblen Zusammenspiel zog das Ensemble das Publikum in seinen Bann und setzte einen ruhigen, zugleich anspruchsvollen Kontrapunkt zum Auftakt.
Ein weiteres Highlight folgte mit dem Lisa Wilhelm Quartett und der Sängerin Mareike Riegert. Wilhelm, die am Schlagzeug eine prägende Rolle einnahm, verlieh den Kompositionen mit ihrem differenzierten und kraftvollen Spiel eine unverwechselbare Note. Die Verbindung aus Gesang und Instrumentalspiel sorgte für intensive musikalische Momente.
Den Abschluss des Festivals gestaltete das Gee Hye Trio, das gemeinsam mit den beiden Bläsern Jakob Bänsch und Alexander Kuhn auftrat. Mit bluesigen Balladen, energiegeladenen Improvisationen und eindrucksvollen Klavierpassagen setzten sie einen fulminanten Schlusspunkt unter das Festival.
„Jazzin’ Herrenberg“ zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und vielseitig die Jazzszene ist – und machte das Mauerwerk einmal mehr zu einem Treffpunkt für erstklassige Live-Musik.